Kreislaufwirtschaftszentrum von Syklo in Hyvinkää erhält die Umweltgenehmigung

Syklo, ein führendes Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, hat die Umweltgenehmigung für seine geplante Anlage zum mechanischen Kunststoffrecycling und zur Biokompositproduktion in Hyvinkää erhalten. Die von der regionalen Staatsverwaltungsbehörde für Südfinnland erteilte Genehmigung erlaubt es, die Pläne von Syklo zum Ausbau seiner Biokomposit-Produktionslinie am Standort beschleunigt umzusetzen. Seit mehreren Jahren testet Syklo seine Biokomposittechnologie erfolgreich in einer patentierten Pilotanlage.

Die geplante Anlage wird Teil des einzigartigen Kreislaufwirtschaftszentrums von Syklo in Hyvinkää sein. Nach ihrer Inbetriebnahme wird sie die größte Kunststoffrecyclinganlage in Finnland sein, die Kunststoffabfälle in hochwertige Rohstoffe für die anspruchsvolle Kunststoffindustrie umwandelt.

Auf dem 5,5 Hektar großen Gelände können weiterhin bis zu 100.000 Tonnen Abfall pro Jahr behandelt werden. Die neue Genehmigung ermöglicht es Syklo jedoch, sich stärker auf die Verarbeitung von Kunststoffabfällen zu konzentrieren, die Annahme von Materialien wie Abbruchbeton und Altreifen zu reduzieren und gleichzeitig mehr Kunststoffe aus der Landwirtschaft, dem Bau, der Verpackung und dem Kommunalbereich zu recyceln.

Die Anlage in Hyvinkää wird sich stark auf Kunststoffe konzentrieren, die etwa 50 % der gesamten Recyclingkapazität ausmachen. Diese Entwicklung ist zentral für die Vision von Syklo, das Kunststoffabfallmanagement zu verbessern und den umfassenden Zielen der EU im Bereich der Kreislaufwirtschaft beizutragen.

Kunststoffe für die Biokompositproduktion: Synergie zwischen den Anlagen

Die Umweltgenehmigung wird auch die Entwicklung der Biokomposit-Produktionslinie von Syklo beschleunigen, die strategisch im Kreislaufwirtschaftszentrum in Hyvinkää liegt.

„Die Synergie zwischen den Produktionslinien für Kunststoffrecycling und Biokomposite ist entscheidend“, sagt Mikko Kokkonen, Leiter des Betriebs bei Syklo. „Durch die direkte Zulieferung recycelten Kunststoffs an die Biokompositanlage optimieren wir die Logistik, reduzieren die Abfallverbrennung und schaffen wertvolle lokale Arbeitsplätze.“

Die patentierte Biokomposit-Produktionslinie von Syklo, die derzeit in einer Pilotanlage in Sastamala getestet wird, soll nach der Fertigstellung jährlich 8.000 Tonnen Biokomposit herstellen.

Baufortschritt in mehreren Phasen

Die Bauarbeiten am Standort Hyvinkää, der sich auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Suomen Energiamurske befindet, schreiten planmäßig voran; die Waldrodungs- und Erdarbeiten sind bereits abgeschlossen. Außerdem hat Syklo mit der Auswahl von Anlagenlieferanten und Baupartnern begonnen.

„Wir treten Anfang 2025 in die nächste Projektphase ein, in der kritische Entscheidungen getroffen werden, um unsere Bemühungen zur Revolutionierung des Kunststoffabfallmanagements und zur Umsetzung nachhaltiger Kreislaufwirtschaftslösungen voranzubringen“, sagt Kokkonen.

Als strategischer Partner von Syklo wird Impact Recycling aus Schottland das Projekt unterstützen, dessen Fertigstellung für Anfang 2026 geplant ist.

Das Projekt bringt erhebliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile

Die neue Kunststoffrecyclinganlage wird voraussichtlich erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, darunter jährliche Einsparungen von bis zu 25 Millionen Euro für die finnische Regierung aufgrund der Senkung der EU-Kunststoffsteuer. Darüber hinaus wird die Anlage dazu beitragen, die geschätzten Treibhausgasemissionen Finnlands um bis zu 160.000 Tonnen pro Jahr (CO₂eq) zu senken.

Nach der Fertigstellung wird die Anlage die Kunststoffrecyclingkapazität Finnlands um bis zu 50 % erhöhen und einen neuen Standard für die Recyclinginfrastruktur des Landes setzen.