
Das Biokomposite Syklocomp ist eine neue, umweltfreundliche Alternative zur Verstärkung von Kunststoffen
Das aus recycelten Fasern und Kunststoffen hergestellte Biokomposit Syklocomp bietet eine langlebige, beständige und umweltfreundliche Alternative zu Glasfaserverbundwerkstoffen und anderen herkömmlichen verstärkten Kunststoffen. Aufgrund seiner technischen Eigenschaften zeichnet sich Syklocomp als führendes kommerzielles Biokomposit mit deutlich geringerem CO2-Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen aus.
Hohe Nachfrage für den Einsatz in anspruchsvollen technischen Anwendungen
Bisher wurden Kunststoffe, die in technischen Anwendungen eingesetzt werden, typischerweise mit Glasfasern oder mineralischen Füllstoffen verstärkt. Syklo führt jetzt eine neue biobasierte Verstärkung ein, die diese traditionellen Verstärkungsmethoden ersetzen kann.
„Die Technologie von Syklo kombiniert Massenproduktionsmethoden aus der Papier- und Kunststoffindustrie; insbesondere die Wet-Web-Verfahren für Verbundwerkstoffe sowie die von uns entwickelte proprietäre DEVO-Extrusionstechnologie.“ Unser patentierter Wet-Web-Verfahren schützt die Fasern und verbessert dadurch ihre Verstärkungseigenschaften, sagt Markku Nikkilä, Leiter des Geschäftsbereichs Biokomposite bei Syklo.
Das Material ist in zahlreichen Branchen stark nachgefragt – nicht nur aufgrund seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften, sondern auch aufgrund seiner Fähigkeit, die Umweltbelastung zu reduzieren.
Der CO2-Fußabdruck des Biokompositen von Syklo ist deutlich geringer als der der herkömmlichen Kunststoffe. Syklocomp ist ein kohlenstoffbindendes Material, das sich besonders gut für Produkte mit langem Lebenszyklus eignet, wie sie in der Automobil- und Elektronikindustrie eingesetzt werden.
Ein Werkstoff der Zukunft für die Kunststoffindustrie
Eero Martikainen, Leiter Partnerschaften bei Syklo, erklärt, dass recycelte und CO₂-reduzierende nachhaltige Materiallösungen derzeit ein wichtiges Diskussionsthema sind, insbesondere auf dem europäischen Kunststoffmarkt aufgrund gesetzlicher Regelungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.
„In Europa spielt die EU eine führende Rolle bei der Steuerung des globalen Kunststoffmarktes hin zu einer Kreislaufwirtschaft. „Mit der Einführung neuer gesetzlicher Vorgaben wird der Einsatz recycelten Kunststoffs erheblich steigen, und das Marktinteresse an Lösungen zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks von Materialien wächst“, erklärt Martikainen.
Da Syklocomp teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, ist sein CO2-Fußabdruck deutlich geringer als der der herkömmlichen Kunststoffe. Das Produkt ist zudem sehr gut recycelbar, insbesondere im Vergleich zu beispielsweise glasfaserverstärkten Kunststoffen.
„Man kann mit Sicherheit behaupten, dass dieses Material den Anforderungen unserer Zeit erfüllt.“ Durch den Einsatz von Syklocomp lassen sich nicht nur der Energieverbrauch während der Produktion senken und der Produktionsprozess beschleunigen, sondern auch der CO2-Fußabdruck des Produkts verringern. Das sind alles wünschenswerte Eigenschaften aus Sicht der Produktionseffizienz und der ökologischen Nachhaltigkeit“, sagt Nikkilä.
Globale Lösungen für umweltfreundlichere Produktionsmethoden
Das Engagement von Syklo für die Entwicklung nachhaltiger Materialien wird mit der Fertigstellung der Kunststoffrecyclinganlage und der hochmodernen Biokompositanlage im Kreislaufwirtschaftszentrum in Hyvinkää Anfang 2026 weiter gestärkt.
„Obwohl viele Kunststoffe im Abfall landen, sind sie auch einer der besten Rohstoffe für das Recycling. Mit der neuen Technologie von Syklo können wir jetzt Kunststoffe für die Herstellung von Biokompositen zurückgewinnen, die zuvor als Abfall eingestuft wurden. „Mit unseren Lösungen für die Kreislaufwirtschaft möchten wir die globalen Produktionsmethoden nachhaltiger gestalten“, sagt Markku Nikkilä.
4 Fakten: Vorteile von Biokompositen
- Der Einsatz von Biokompositen beschleunigt die Herstellung der Endprodukte und senkt den Energieverbrauch.
- Er reduziert den CO2-Fußabdruck langlebiger Kunststoffprodukte, da biobasierte Materialien über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg Kohlenstoff binden.
- Biokompositverstärkte Kunststoffe haben einen geringeren CO2-Fußabdruck als beispielsweise glasfaserverstärkte Kunststoffe.
- Der Einsatz von Biokompositen unterstützt die nachhaltige Entwicklung und bietet innovative Lösungen für eine Vielzahl industrieller Anwendungen.